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Er ſprang über die Hecke und ſah Dard bleich und wim⸗ mernd auf ſeine Axt geſtützt ſtehen.
„Was gibt es denn? was gibt es denn?“ rief Eduard auf ihn zueilend.
„O, o!— ich habe mich in den Fuß gehackt.“
Eduard ſah hin und erſchrak, denn der Hieb war durch Dard's Schuh gegangen, ſo daß das Blut aus einer breiten Wunde hervorquoll. Schnell faßte er ſich jedoch wieder und rief:
„Muth, Muth, lieber Freund! Glucklicherweiſe iſt keine Arterie getroffen. Aber dennoch iſt es eine furchtbare Wunde! Vor allen Dingen müſſen wir Dich nach Hauſe ſchaffen. Kannſt Du gehen?“
„Ach lieber Gott, nein! ich kann nicht einmal allein ſtehen.“
Eduard cilte nach dem Schiebkarren, ſtürzte ihn um und warf eine Menge bereits gehackter Scheite heraus.
„O thun Sie das nicht!« rief Dard mit aller Energie, deren er in ſeinem gegenw iigen Zuſtande fähig war;„das iſt ja Jacintha's Holz!«
„Der Teufel hole Jacintha mit ſammt ihrem Holzel«
rief Eduard.»Ein Menſch wird doch wohl mehr werth ſehn, als ein Bündel Reisholz? Komm, Dard, ich will Dich nach Hauſe fahren. Es iſt ja blos quer durch den Park.*
Mit einiger Mühe hob er ihn in den Schiebkarren.
„Wie glücklich trifft es ſich, daß ich meinen Jagdrock anhabe!« rief er.»Hier iſt meine Branntweinflaſche. Thu einen Schluck daraus, alter Burſche, und ſeh gutes Muthes.«
Dard ſtreckte ſofort die Hand nach der Flaſche aus und ſetzte ſie an den Mund.
Die noch auf ihrem Spazirgange begriffenen jungen


