Teil eines Werkes 
1. Theil (1858)
Entstehung
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meine Zudringlichkeit* und er that als wollte er ſich ent⸗ fernen, warf aber einen ben Blick auf den gefallenen Baum.. Bleiben Sie, mein Herr,« ſagte St. Aubin höflich, und da Ihre Augen jünger ſind als die meinen, ſo erſuche ich Sie, den Stumpf und auch den Baum in Augenſchein zu neh⸗ men und mir dann zu ſagen, ob mein Verdacht gegründet iſt. Iſt dieſer Baum zufällig oder durch Menſchenhand gefallen? Soagen Sie mir Ihre Meinung, mein Herr.*

Rivière eilte mit dem Ausdruck der lebhafteſten Neugier auf den Stumpf des Baumes zu und betrachtete ihn genau. Er ſpielte gar nicht ſchlecht Komödie.

Dieſer Baum,*erklärte er,iſt gefällt worden. Sehen Sie, mein Fräulein,« rief der junge Schalk, in der Abſicht, ſie ebenfalls mit in das Geſpräch zu ziehen,ſehen Sie hier dieſen Axthieb im Holze und hier die Spuren von den Zähnen einer Säge.*

Laura ſand ſich dadurch bewogen, ſich zu nähern, und er begann eine weitläufige Erklärung, um ſie in ſeiner Nähe zu behalten, und fragte ſie, ob ſie dies ſähe und ob ſie jenes ſähe, und ſie ſah ſich dadurch genöthigt, mit ihm zu ſprechen. Er bewies ihr zu ihrer vollſtändigen Ueberzeugung, ßn die Ulme umgehauen habe.

Welch ein Schurkenſtreich!« rief St. Aubin.

Welch eine Schandthat! rief Laura.

Rivibre ſchlug den Blick zu Boden und begann den Stumpf noch einmal zu beſichtigen.

O, wenn ich ihn in meine Gewalt bekäme!s rief Laura im Feuer ihrer Entrüſtung.

Ja, das wünſchte ich auch, mein Fräulein,« ſagte Cduard mit einem drolligen Blick, dann ſetzte er mit imponi⸗