Teil eines Werkes 
1. Theil (1858)
Entstehung
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ihrem Herzen thront? Und dies iſt der Fall. Ich belauſchte ſie neulich und ich hörte etwas, was mir die Augen öffnete. Ich bin grauſam gegen Sie, mein Sohn— verzeihen Sie mir.*

Jacintha wagte kaum ihren ſchüchternen Novizen anzu⸗ ſehen. Sie wollte den Streich nicht fallen und ihn unter dem⸗ ſelben taumeln und bleich werden ſehen. Als ſie aber auf⸗ blickte, ſiehe! da war er nicht bleich, ſondern roth.

„Was iſt er?“ fragte er in ſtrengem Tone.

„Er iſt Soldat.«

„Das freut mich. Dann wird er ſich mit mir ſchlagen und ich werde ihn tödten.“

„Wie? was?*

„Und Ihr glaubt, ich würde nun nachgeben? ich würde ſie einem unwürdigen Nebenbuhler überlaſſen?“

„Wer hat denn geſagt, daß er unwürdig ſey?“

„Ich ſage es.*

»Weshalb glauben Sie das?*

„Weil er niemals hierher kommt, weil er vernachläſſigt, was nur ein Schurke vernachläſſigen könnte, den größten Schatz, den die Welt beſitzt. Nein, er verdient ihn zu verlie⸗ ren— und er ſoll ihn verlieren. Ich danke Euch, Jacintha, Ihr zeigt mir meine Thorheit. Nun nehme ich den von ihr ge⸗ gebenen Abſchied nicht an— darauf verlaßt Euch. Nein, nein! Wenn ſie mir irgend etwas Anderes befähle, ſo würde ich es thun und wenn ich mir den Weg durch Feuer. Waſſer und Blut bahnen müßte. Wenn ſie mich aber auffordert einem Nebenbuhler Platz zu machen, dann antworte ich: nie⸗ mals! niemals! niemals!«

„Aber wenn ſie ihn nun liebt?“

„Das iſt eine vorübergehende Phantaſie, denn der Ge⸗ genſtand iſt ein unwürdiger. Es iſt meine Pflicht, ſie von

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