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»Wie eine Schweſter! Ach, mein lieber junger Herr, ſagen Sie nicht das.«
»Warum nicht?«
»Nein; guter Rath iſt ſelten willkommen.«
»Nein, bei mir nicht Ich bitte Euch, ſprecht, Ja⸗ cintha!«
„Ja, ich werde es thun, aber wenn ich geſprochen habe, dann werde ich Ihr hübſches Geſicht niemals wieder ſo nahe bei dem meinen ſehen. Sie ſehen, wie uneigennützig ich bin— o wie haſſe ich es, die Wahrheit zu ſagen!« rief ſie mit frommer Inbrunſt.»Die Wahrheit macht die Menſchen nur unglücklich.«
„Jacintha, bedenkt was Ihr zu Gunſten der Wahr⸗ heit ſagtet, als wir uns das erſte Mal trafen.*
»Das weiß ich nicht mehr und was kommt auch weiter darauf an was ich geſagt habe? Wohlan, mein armer Sohn, ich will Ihnen mit gutem Rath an die Hand gehen wie eine Mutter— entſagen Sie ihr.«
„Ich ſoll ihr entſagen?«
„Ja, denken Sie nicht mehr an ſie, denn es ſteht Ihnen etwas im Wege, was eben ſo ſchwer zu überwinden iſt als die albernen Worte, welche meine junge Herrin geſprochen, n zu überwinden ſeyn würden.*
„O was iſt das? Ich zittere vor Angſt.«
»Es iſt ein Mann.*
»Ha!*
„Es ſteht Ihnen ein anderer Mann im Wege.*
»Aber wer? Der elende alte Doctor?6
„O wenn es blos der wäre! Nein, es iſt ein junger Mann. Sie kennen ihn nicht— er iſt ſeit Jahren nicht hier
geweſen, aber was macht dies weiter aus, wenn ſein Bild in
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