Teil eines Werkes 
1. Theil (1858)
Entstehung
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„Nein, deswegen nicht, wohl aber würden wir Sie haſſen, weil Sie ein Narr wären. Und haſſen würden wir Sie mit einer Bitterkeit, von der Sie keinen Begriff haben!*

„Das kann ich nicht glauben! Welche furchtbare Unge⸗ rechtigkeit*

„Ungerechtigkeit! Wer erwartet denn Gerechtigkeit von uns? Wir ſind gute Geſchöpfe, aber um Gerechtigkeit beküm⸗ mokh wir uns nicht. Es iſt das ein Wort welches Sie nie⸗ mals von einer Frau hören werden, ausgenommen, wenn ſie zufällig gerade in demſelben Augenblicke eine furchtbare Ungerechtigkeit verübt. Das iſt unſer Geſetz in Bezug auf Gerechtigkeit.“

„Jacintha, eure Anſichten von eurem Geſchlechte ſind hart und ſchroff. Die Frauen ſind edler und beſſer als die Männer.*

„Ja, ja, Sie ſehen ſie in weiter Entfernung, ich aber ſehe ſie in der Nähe und da ſieht Manches anders aus.«

„Das kann ich kaum glauben. Uebrigens waret Ihr ja auch nicht zugegen, und habt nicht gehört, in wie freundli⸗ chem, aber auch wie feſtem Tone ſie mir dankte, und mir dabei Lebewohl ſagte.«

„Ich ſage Ihnen, ein Wort iſt in dem Munde eines Mannes eine Sache, in dem einer Frau aber blos ein Wort. Uebrigens,« ſetzte ſie in plötzlich heſigem Tone hinzu,»wenn Sie die Sache beſſer verſtehen als ich, ſo thun Sie was Sie Luſt haben. Wir wollen nicht weiter davon ſprechen.«

„Grauſame Jacintha, wie könnt Ihr Cuch mit mir zanfen, der ich keinen Freund habe als Euch. Ich will Euch ja gern Gehör ſchenken, denn euer Scharfſinn iſt wirklich groß. Rathet mir wie eine Schweſter— ich höre.«