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Vorſtellung geweſen— aber alle dieſe Vorgänge ſind keine und Sie werden daher niemals wieder mit mir ſprechen.«
„Er ſpricht wirklich gar nicht thöricht,« ſagte Laura.
Eduard warf ihr einen Blick inniger Dankbarkeit zu.
„Er iſt noch ſehr jung,« ſagte Joſephine,„und glaubt, der Geſellſchaft neue Geſetze geben zu können. Die Geſellſchaft iſt aber zu ſtark, als daß ſie ſich von ihm oder von Dir Vor⸗ ſchriften machen ließe. Doch wollen wir ernſthaft ſeyn. Tre⸗ ten Sie näher, mein Herr.«
Eduard trat ein wenig näher und heftete eine Secunde lang zwei bittende Augen auf ſie, dann ſenkte er ſie zu 5 Boden.
„Ehe wir ſcheiden— und ſcheiden müſſen wir, denn Ihr Weg führt nach einer und unſerer nach einer andern Richtung— hören Sie mich, die ich in dem Namen unſeres alten Hauſes ſpreche. Ihr Name iſt mir nicht ganz neu— ich glaube, Sie ſind ein Beamter im Dienſte der Republik, mein Herr, aber Sie haben gehandelt wie ein Edelmann.“
„Mein Fräulein—«
„Möge Ihre Laufbahn eine glänzende ſeyn, Herr Eduard Rivibre. Mögen die, welchen Sie zu dienen gelehrt worden, und denen Sie durch Ihren Dienſt eine große Ehre erzeigen, dankbarer gegen Sie ſehn, als die Umſtände unſerer Familie zu ſehn erlauben. Wir, die wir ſchon an menſchlicher Güte zu verzwerfeln begannen, danken Ihnen, mein Herr, denn Sie haben uns gezeigt, daß die Welt noch durch Herzen wie das Ihre verſchönt wird.*
Und ſie bot ihm plötzlich ihre Hand wie eine mitleidige Göttin und ihr herrliches Auge blickte ihn an wie ein offener Himmel. Er neigte ſich über ihre Hand und küßte wie⸗ derholt.


