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Der junge Mann fuhr zurück und hob bittend die Hände empor.
„O nein, meine Damen— ich bitte Sie. thun Sie das nicht. Laſſen Sie mich mit Ihnen ſprechen. Meine Gedanken ſtellen ſich wieder ein; ich glaube, ich kann nur ein paar Worte ſagen, obſchon nicht ſo wie ich vielleicht wünſche. Wei⸗ ſen Sie meine Freundſchaft nicht zurück. Sie ſtehen allein in der Welt— Ihr Vater iſt todt— Ihre Mutter hat weiter keine Stütze als Sie. Ich bin Ihr Nachbar, und Nachbarn ſollen Freunde ſeyn. Und ich bin Ihr Schuldner— ich habe Ihnen mehr zu verdanken, als Sie jemals mir zu verdanken haben können, denn von dem Augenblicke an, wo ich in dieſe Gegend gekommen, bin ich glücklich geweſen. Ach, noch nie war ein Menſch ſo glücklich wie ich ſeit jenem Tage, wo ich Ihnen auf Ihrem Spazirgange begegnete. Ein einziger Blick, ein einziges Lächeln von einem Engel bewirkte das. All meine guten Gedanken, wenn ich deren habe, verdanke ich dieſem Weſen. Ehe ich dieſes ſah, vegetirte ich blos— jetzt lebe ich. Und Sie ſprechen von zwanzig Louisd or— wohlan denn! ich will Ihnen gehorchen— ich will ſie zurücknehmen. Da Sie mich in dieſer Hinſicht kränken. ſo werden Sie wenig⸗ ſtens dagegen gewähren, was Sie gewähren können, ohne Ihren Stolz zu verletzen— Sie werden meine Dienſte, meine Hingebung annehmen. Sie haben keinen Bruder— ich habe keine Schweſter. Laſſen Sie mich Ihren Bruder ſeyn— und Ihr Diener auf immerdar.“
„Herr Rivière,« ſagte Joſephine beſcheiden und doch ſtolz das Haupt emporrichtend,»Sie bieten uns zu viel und wir haben zu wenig Ihnen dafür zu bieten. Unſer Haus droht
den Einſturz und—“
„Rein, nein, mein Fräulein, Sie irren ſich— man


