Teil eines Werkes 
1. Theil (1858)
Entstehung
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Paar Löwinnen ins Geſicht ſchauen. Deshalb ſchlug er einen Mittelweg ein, nahm die eine Hand weg, ſchirmte ſich mit der andern vor Joſephinen und ſtammelte:

„Ich bin— mein Name iſt Riviére und ich— ich— meine Damen!— ich—*

„Fürchten Sie ſich nicht,« ſagte Laura mit dem Aus⸗ drucke königlicher Huld,„wir ſind nicht ſehr zornig.*

»Ich danke Ihnen, mein Fräulein.«

„Alſo,« hob Joſephine wieder an,»Sie eche uns nun ſagen, welches Intereſſe Sie an dem Schickſal der Baro⸗ nin von Beaurepaire haben.*

„Ach, ich bin ſo verworren und verlegen, ſonſt könnte ich vielleicht antworten. Verzeihen Sie mir, mein Fräulein, ich weiß nicht, wie es kommt, aber es iſt mir als wäre ich keines Gedankens fähig. Erlauben Sie mir daher, daß ich mit der Verſicherung meiner größten Ehrerbietung mich em⸗ pfehle,« und er wollte die Flucht ergreifen.

„Noch nicht, mein Herr,« ſagte Joſephine.„Laura!«

Laura entfernte ſich, indem ſie wiederholt hinter ſich

ſchaute. Nach langem Schweigen murmelte Gwuatd:

„Verzeihen Sie mir, mein Fräulein.«

„Ja,« antwortete Joſephine erröthend, indem ſie zu⸗ gleich ein wenig von ihrer majeſtätiſchen Haltung verlor. Dann ſetzte ſie hinzu:

»Vir würden in der That ſtrenge Richter cn mein Herr, wenn wir— doch da kommt Laura mit der andern Börſe. Nehmen Sie dieſe zwanzig Louisd'or, welche Sie ſo weſen ſind hier zu laſſen.*

Und ihre milchweiße Hand bot ihm die beiden Börſen.

*