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3 Laura aber ſchoß auf die Börſe zu und hielt ſie vor Jo⸗ ſephinens Augen empor.
Er war gefangen. Seine einzige Vgüchtei zum Ent⸗ rinnen wäre geweſen, wenn er das große Thor zu erreichen geſucht hätte, aber er war nicht der Notar, ſondern ein armer iunger Mann, der die Geiſtesgegenwart verloren hatte, oder es vielleicht unartig fand, davonzulaufen, wenn eine Dame zu ihm ſagte, er ſolle ſtehen bleiben.
Er that daher weiter nichts, als daß er das Geſicht mit beiden Händen bedeckte, denn ſeine Wangen wurden blutroth bis an die Wurzeln ſeines jugendlich vollen glatten Haares hinauf.
VIII.
In dem Augenblick, wo unſere Heldinnen, die mit jener Verzweiflung, welche eine der zeitweiligen Formen der Feig⸗ heit iſt, ſich dem Feinde entgegenwarfen, ſahen, daß ſie einen Chineſen und keinen Tartaren gefangen, wechſelten ſie einen raſchen Blick über das geſenkte Haupt des jungen Mannes hinweg und verwandelten ſich binnen weniger als einem hal⸗ ben Augenblick in zwei Löwinnen an Tapferkeit und Würde. Nit der ruhigen Faſſung eines hohen, gewaltigen Gemüthes redete Joſephine ihn an.
Er zuckte ein wenig zuſammen, als der erſte Ton ihres ſchönen wohltönenden Sprachorganes an ſein Ohr ſchlug.
„Faſſen Sie ſich, mein Herr,« begann ſie,„und haben Sie die Güte, uns zu ſagen, wer Sie ſind.«
Eduard mußte antworten. Durch die Hände bin konnte er nicht ſprechen und eben ſo wenig konnte er einem
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