Teil eines Werkes 
1. Theil (1858)
Entstehung
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nenbaum fallen ließ. Nachdem dies geſchehen, hörten ſie⸗ wie er zufrieden in ſich hineinlachte.

Dieſes Lachen aber war von kurzer Dauer, denn in dem Augenblick, wo Laura die Börſe aus der Hand fallen ſah, gab ſie Joſephinen raſch ein Zeichen, um die andere Seite des Baumes zu ſchwenken und mit wunderbarer Präciſion kamen beide Töchter von Beaurepaire plötzlich von entgegengeſetzten Seiten auf den Eindringling zugeeilt.

Seine Sinne waren zu ſcharf und viel zu ſehr auf ihrer Hut, als daß er nicht das Raſcheln der Kleider ſofort beim Beginne des Laufes hätte hören ſollen, aber nun war es zu ſpät. Sie gingen nicht auf ihn zu, ſondern kamen ſo raſch, daß es ſchien als wollten ſie die Flucht ergreifen, anſtatt einen Angriff zu machen.

Von ihrer ausgeſtandenen Angſt wußte er natürlich nichts. Er ſah und hörte weiter nichts als ein Raſcheln und Klatſchen wie von großen Flügeln auf beiden Seiten, und dann ſtanden auf einmal zwei reizende jugendliche Geſtalten mit engelgleicher Schnelligkeit neben ihm.

„Ahals rief er vor Schrecken zuſammenfahrend und ſchaute von ſeiner erſten Angreiferin, Laura, nach dem Park. Sein erſter Gedanke war, nach dieſem hin zu flüchten.

Auf dieſer Seite aber ſtand bereits Joſephine, bemerkte den Blick und hielt die Hand empor, wie um zu ſagen:»Hier paſſirt man nicht.«

In ſolchen Lagen ſind die Gedanken ſchneller als der Blitz. Der junge Mann nahm ſeinen Hut ab und ſtammelte eine Entſchuldigung.

„Ich wollte mir blos die alte ehrwürdige Eiche an⸗ ſehen.“

„