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Nach einer Weile lugte Laura vorſichtig wieder hinaus, prallte aber wie von einem Schuß getroffen zurück, denn der Mann kam gerade auf die Eiche zu. Laura gab dies Joſephinen durch eine ängſtliche Geberde zu verſtehen. Er ging langſam weiter und als Laura das nächſte Mal hinaus⸗ ſah, konnte ſie nicht mehr ſagen, wo er war.
Nun horchte die vorſichtige Joſephine an der öſtlichen Seite, wo der große Riß in dem Baume war, und Laura ſchielte durch das kleine Loch, im Fall er wieder ſichtbar würde.
Während ſie ſo beſchäftigt war, fühlte ſie c auf ein⸗ mal heftig geknippen und Joſephine faßte ſie bei der Schulter und zerrte ſie in eine Ecke neben der Spalte.
Eben ſtanden ſie im Begriff, ſich jede in ihrem Winkel zuſammenzuducken, als der Schatten eines Mannes zwiſchen ſie und den Baum fiel und liegen blieb. Jede der beiden Mädchen drückte ſich die Hand ſchnell und ſcharf auf den Mund, ſonſt hätten ſie Eine wie die Andere laut aufgeſchrien, als der Schatten zwiſchen ſie fiel, in welchem ſie den Vorläu⸗ fer des Mannes ſelbſt zu ſehen glaubten.
Sie hefteten ihre erſchrockenen Blicke darauf und duckten ſich zuſammen und zitterten. So war der Handel eigentlich nicht geweſen. Sie hatten ſich verſteckt, um zu nicht um ertappt zu werden.
Endlich erlangten ſie wieder hinreichende Faſſung, um zu bemerken, daß dieſer Schatten, von welchem die eine Hälfte auf dem Boden lag, während der Kopf und die Schultern ein wenig die Wand des Baumes hinaufragten, das Profil eines Mannes, aber nicht ſein Geſicht en face vorſtellte. Mit einem Worte, die Geſtalt ſtand zwiſchen ihnen und der Sonne und betrachtete das Schloß, nicht den Baum.


