Die beiden Mädchen warfen einander einen komiſchen Blick zu und gehorchten dem General.
„Nun,« ſagte Jacintha,»wenn Ales in Ordnung iſt, ſo werde ich mich nicht rühren— iſt dies nicht der Fall ſo komme ich und ſage es Ihnen. Gütiger Himmel, der Vorhang Ihres Fenſters iſt ja aufgezogen. Wenn er das ſieht, ſo weiß er gleich, daß Sie wach ſind. Ich eile, 6 wieder ziehen. Leben Sie wohl.«
„Wird ſie wiederkommen, Joſephine?«
»Nein, liebe Schweſter.“
„Dann klopft mir das Herz. Denke Dir nur, daß wir hier einen Fremden belauern ſollen!“
„Ehe wir an etwas Anderes denken, wirſt Du ſo gut ſeyn, mir einmal dieſe Haftel erſt ordentlich zuzumachen. Soll⸗ ten wir uns wirklich zu einem Angriff auf dern Feind entſchlie⸗
ßen, ſo wird es gut ſeyn, wenn wir in unſeren 5 ſo we⸗
nig Unordnung als möglich haben.*
Und Joſephine verzog den Mund zu einem Schmollen, welches ganz allerliebſt war.
Laura gehorchte. Während ſie that, was Joſephine ihr geheißen, ſagte dieſe:
„Sieh nur, wie ſauer es unſerm Geſchlecht ankommt. der Energie Widerſtand zu leiſten. Jacintha iſt unſere Diene⸗ rin, aber ſie beſitzt Energie und Entſchloſſenheit. Dieſes Mäd⸗ chen, das eigentlich Befehle von mir zu empfangen hat, wollte, daß ich mich in eine abſurde Poſition begeben ſollte, und was iſt die Folge? Vor einer Minute lag ich noch im Bett— jetzt ſteh' ich hier und nicht was ich iteitih begin⸗ nen ſoll.*
„Joſephine,« ſagte Laura in ernſtem Tone,„wie kannſt
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