Teil eines Werkes 
1. Theil (1858)
Entstehung
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VII.

„Fräulein Laural«

»Wer iſt da?“

„Ich bin es.

„Und wer iſt dieſes Ich?«

„Jacintha.— Sind ſie ſchläfrig, Fräulein Laura?“

„Ach ja!“

„Dann ermuntern Sie ſich! Sie müſſen ſogleich auf⸗ ſtehen.“

»Aufſtehen! Warum denn? Das Schloß brennt wohl?s

„Nein, nein. Ich bringe eine wichtige Nachricht. Es iſt möglich, daß ich mich irre, aber ich glaube es nicht— doch ganz gewiß bin ich auch nicht.“

„Ho, die Börſe— die Börſe!«

„Ja wohl. Hören Sie mich an, Fräulein Laura. Dard hat auf meinen Befehl ſeit einem Monate einen gewiſſen Je⸗ mand belauert. Wohlan, Mademoiſelle, geſtern Abend bekam dieſer Jemand ſeine Beſoldung— vierhundert Francs— und was glauben Sie wohl? Er befahl Dard, ihn eine Stunde vor Tagesanbruch zu wecken. Ganz gewiß iſt wieder etwas im Werke.*

„Aber wann haſt Du denn alles das erfahren?«

„Erſt geſtern Abend.“

„Warum ſagteſt Du es mir denn nicht geſtern Abend ſchon?«