Teil eines Werkes 
1. Theil (1858)
Entstehung
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Der Notar ſtammelte einige unverſtändliche Worte.

„Eine im Verborgenen geübte gute That iſt nichtsdeſto⸗ weniger eine gute That.«

Dieſe Erklärung machte die des tars vollſtändig.

„Sie ſind ein wtiger Mann,« rief St. Aubin mit Wärme. 5

Der Notar verneigte ſich.

„Die armen Damen können von Ihrer Freigebigkeit kei⸗

nen Gebrauch machen, aber ſie fühlen dieſelbe tief und Sie

werden einmal in einer beſſern Welt Ihren Lohn dafür erhal⸗ ten. Das ſage ich Ihnen.«

Der Notar murmelte wieder einige unverſtändliche Worte. Er war ein Mann von mäßigen Wünſchen und wäre ganz da⸗ mit zufrieden geweſen, wenn auch keine andere Welt in Aus⸗ ſicht geſtanden hätte. Er hatte die irdiſche ſtudirt und wußte ſie zu verwerthen. Er wünſchte durchaus keine beſſere, fürch⸗ tete aber zuweilen eine ſchlimmere.

„Ja, ja,« ſagte Doctor St. Aubin,„ich ſehe ſchon, wie die Sache ſteht. Wir hören uns nicht gern loben, nicht wahr? Wann werden wir Sie einmal auf dem Schloſſe ſehen?7*

„Sobald als ich gute Nachrichten zu bringen habe.«

Und Perrin, der einem ſolchen Hagel von unerklärlichen Complimenten gern aus dem Wege gehen wollte, gab ſeinem Pferde die Sporen und galoppirte davon.