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ſetzt haben, vor der Welt ſich zeigen zu können und dabei auch ihren Vater zu betrauern.
Die Baronin wußte das und dennoch durfte ſie nicht ſagen:»Nehmt Euch von dieſen Goldſtäcken und kauft Euch, was Ihr braucht.*
Endlich aber wurden ſie hierin wie in allen andern Din⸗ gen eines Sinnes. Sie kämpften, ſie ſträubten ſich und end⸗ lich ſchloſſen ſie den Verſucher ein und ſahen ihn nichtmehr an.
Dem kleinen Stück Papier war jedoch ein freundlicheres Schickſal beſchieden. Laura machte einen kleinen Rahmen dazu und verwahrte es in dem Schubfache eines in dem Salon ſte⸗ henden Meubles. Ihre Mutter war an menſchlicher Freund⸗ ſchaft verzweifelt und mit Verzagtheit und Wehmuth auf den Lippen hatte ſie dieſes Papier mit dem heiligen Wort»Freund« darauf gefunden.
Sie konnte nicht ſagen, woher es kam— dieſes geſeg⸗ nete Wort. Aber wer kann ſagen, woher der Thau kommt?
Die Wiſſenſchaft ſtellt zweierlei Theorien darüber auf.
Darum will ich mich zu den Dichtern halten, welche ſa⸗ gen, er komme vom Himmel. Ueberhaupt werden wir nicht ſehr irregehen, wenn wir alles Gute auf dieſe Quelle zurückführen.
Und ſomit fiel auch dieſes ſüße Wort»Freund“ wie Thau vom Himmel auf dieſe betrübten Herzen herab.
Sie verſchloſſen demnach das mächtige Gold vor ſichſelbſt und verwahrten das freundliche Stück Papier in ihrem Herzen.
Die vierzehn Tage vergingen und Jacintha wußte im⸗ mer noch nichts. Sie mußte um eine Verlängerung der Friſt bitten. Laura gewährte dieſelbe mit finſterer Miene, lächelte aber im Stillen.
Mittlerweile wußte Dard, Jacintha's kleiner Spion,


