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befahl ſie Dard, die Schritte des jungen Mannes Tag und Nacht zu überwachen, damit ſie ihn durch ihre gemeinſchaftli⸗ chen Bemühungen endlich ertappten.
Dard zog ein ſchiefes Geſicht und während er gelobte, Alles zu thun, war er durchaus nicht von der Abſicht beſeelt, etwas Specielles zu thun. Dennoch aber hatte er einmal ſich bereit erklärt und zu ſeinen übrigen ſchon ſo mannigfaltigen Dienſtleiſtungen kamen nun auch noch die einer Se und eines Spions.
Zu der letztern Eigenſchaft befähigte ihn ſeine anſchei⸗ nende Stumpfheit eben ſo wie ſeine kleinliche, aber dennoch wirkliche Verſchmitztheit. Ueberdies ward er auch täglich von Jacintha inſtruirt.
Doctor Saint⸗Aubin blieb mittlerweile bei ſeiner Be⸗ hauptung, daß Perrin der heimliche Wohlthäter ſey, und machte Alle darauf aufmerkſam, daß ſeit jenem Tage der No⸗ tar ſich nicht wieder auf dem Schloſſe hatte ſehen laſſen.
Der Geber, mochte er ſeyn wer er wollte, ahnte nicht den Schmerz, den er dieſer herabgekommenen aber ſtolzen Fa⸗ milie zufügte, eben ſo wenig als den ſchweren Kampf, der zwiſchen ihrer Bedrängniß und ihrem Zartgefühl ſtattfand. Die zehn Goldſtücke waren eine priwährend Verſuchung, ein täglicher Conflict.
Die Worte, welche das Geſchenk begleiteten, enthielten eine Entſchuldigung und die Armuth der Empfänger zwang ſie, es anzunehmen. Ihr Stolz und ihre Würde wider⸗ ſetzten ſich, aber dieſe blanken kleinen koſteten ihnen manche bittere Qual.
Die Berechnung, welche Jacintha dem jungen Manne
vorgelegt, war eine rein maginäre. Schon ein hundert Franes würde die armen Mädchen in den Stand ge⸗
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