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„Wohlan, Dard,“ ſagte ſie,„wenn ich überhaupt einen Mann nehmen wollte, ſo wäreſt Du es und kein anderer; ich habe mir aber ſo ziemlich feſt vorgenommen, gar nicht zu hei⸗ rathen, auf alle Fälle nicht eher, als bis meine Herrin mich entbehren kann.*
„Ach, dummes Zeug!“ rief Dard⸗„ſo ſagen Alle.«
„Nun, was Alle ſagen, muß wohl wahr ſeyn,« entgeg⸗ nete Jacintha.
„Aber blos dann, wenn ſie auch dabei bleiben,“ wen⸗ dete Dard ein.„Es iſt das ein Lied, welches alle Mädchen an der Kirchthür verſtummen laſſen, ſobald ſie überhaupt Ge⸗ legenheit dazu bekommen.“
„Wohlan, ich habe durchaus keine Eile, eine ſolche eleine Gelegenheit zu erhaſchen,« entgegnete Jacintha. indem ſie den Kopf emporwarf.„Doch— wohlan, Dard,“ ſetzte ſie nach einer Pauſe hinzu,„eine Liebe iſt der andern werth. Wenn ich Dich nun heirathe, was wirſt Du dann für mich thun?*
Dard entwarf eine glühende Schilderung von dem, was er für ſie thun würde, ſobald ſie ſein Weib wäre.
Sie bedeutete ihn, daß es ſich nicht hierum handle, ſon⸗ dern um das, was er vorher für ſie thun wolle.
Er erklärte ſich bereit, Alles zu thun.
Dies brachte die contrahirenden Parteien zu einer Ver⸗ ſtändigung.
Erſtens erzählte Jacintha ihm unter dem Siegel der Verſchwiegenheit, daß der junge Rividre Fräulein Joſephinen liebe und daß ſie ſeine Vertraute ſey. Zweitens erzählte ſie ihm, der iunge Mann habe ſie dadurch beleidigt, daß er ſie hinſichtlich der Börſe zu hintergehen verſuchte, und drittens


