Teil eines Werkes 
1. Theil (1858)
Entstehung
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„Ich wollte ich wäre der geweſen, der das Geſchenk hin⸗ gelegt hat,« ſagte Eduard.»Aber ſagt mir, liebe Freundin, hat es auch etwas genützt? Hat es dieſen Damen die Mittel zur Befriedigung einiger ihrer Wünſche gewährt? Das iſt die Hauptſache— nicht von wem es herrührt.«

Jacintha dachte nach und heftete ihr graues Auge auf den jungen Mann, während ſie antwortete:

„Unglücklicherweiſe waren es zwei Goldſtücke zu wenig.«

»Wie ſchadel«

„Keine meiner Herrinnen kauft ſich jemals ein neues Kleid, ohne daß die andere auch eins bekommen. Nun fand ſie, daß noch zwei Goldſtücke mehr nöthig ſeyn würden, um für ſämmtliche drei Damen neue Traueranzüge anzuſchaffen. Deshalb haben ſie das Geld aufgehoben, bis ſie das noch feh⸗ lende zuſammenbringen können.«

„Wasl« rief Eduard;„alſo kann ich trotz dieſes Gel⸗ des immer noch nicht hoffen, die jungen Damen außerhalb des Schloſſes zu ſehen?«

„Nein! Sie ſehen, es war nicht genug.«

Riviére's Züge verfinſterten ſich.

„Wohlan, s ſagte Jacintha, indem ſie einen aufrichtigen Ton annahm, vich ſehe wohl, daß Sie es nicht geweſen ſind, aber wirklich anfangs hatte ich Sie im Verdacht.“

„Nun, es iſt ja nichts, deſſen ich mich zu ſchämen brauchte, wenn ich es gethan hätte.“

„Nein, gewiß nicht. Aber wie thöricht war es von mir, Sie in Verdacht zu haben, nicht wahr? Na, deswegen ſollen Sie die Trauben dennoch bekommen.*

„O ich danke Euch— ſie ſind von Beaurepaire?“

„Ja. Leben Sie wohl. Sehen Sie nicht traurig. Meine jungen Damen werden wieder zum Vorſchein kommen, ſobald

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