Teil eines Werkes 
1. Theil (1858)
Entstehung
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„Von Camille Dujardin.*

„Ich bin es nicht, die ſeinen Namen genannt hat,“ rief Joſephine.

Laura ward bleich.

„O mein Gott! mein Gott!“ rief ſie;„ſie liebt dieſen Mann immer noch!“

„Nein! nein! nein!*

„Ja, Du liebſt ihn noch eben ſo wie früher. O, es iſt wunderbar— es iſt entſetzlich, welche Gewalt dieſer Menſch über Dich hat— über dein Urtheil ſowohl als über dein Herz!*

„Nein, denn ich glaube, er weiß nicht einmal meinen Namen mehr. Glaubſt Du das nicht auch?“

„Liebe Joſephine, kannſt Du noch zweifeln?«

„Vergib mir!*

„Ja, Du bezweifelſt es.*

„Allerdings.*

„Warum? Aus welchem Grunde?*

„Weil die Worte, die er zu mir ſprach, als wir uns an jenem Thore trennten, noch in meinem Herzen hallen, und o, meine Schweſter, die Stimme, welche wir lieben, ſcheint die Stimme der Wahrheit ſelbſt zu ſeyn. Er ſagte: Ich ſtehe im Begriff zur Pyrenäenarmee abzugehen, bei welcher ſo viele unſerer Truppen den Tod finden, aber ſprich zu mir, was Du bis jetzt noch nicht geſagt haſt: Camill, ich liebe Dich!— und ich ſchwöre, daß ich lebend wiederkehren werde! und dann ſagte ich zu ihm: Ich liebe Dich! aber er iſt nie wiedergekommen.*

„Wie hätte er auch wieder hierherkommen können, da er ein Deſerteur und Verräther geworden iſt?“