Teil eines Werkes 
1. Theil (1858)
Entstehung
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rinnen mich wegen des Wildprets befragten, ſagte ich: Es iſt von einem jungen Herrn, welcher Dard zuweilen mit auf die Jagd nimmt. Er hat es auf dem Revier der gnädigen Frau Baronin geſchoſſen. Natürlich mußte ich ſo ſagen, wiſſen Sie.“

„Ihr habt blos die Wahrheit geſprochen.*

„Was Sie nicht ſagen! Das iſt ſonderbar, aber der Zufall fügt es manchmal ſo. Und er hatte einen Theil davon Dard gegeben, damit er ihn hierher trüge, ſagte ich. Wenn Sie mich aber wieder zu ſprechen wünſchen, ſo patrouilliren Sie nicht etwa wieder wie eine Schildwache hin und her, damit alle Leute Sie ſehen können. Geben Sie mir ein Sig⸗ nal, ſchlüpfen Sie dann hier herein und ich werde zu Ihnen kommen.*

»Ein Signal?*

Jacintha fuhr mit der Hand unter die Schürze und brachte ein Wiſchtuch hervor.

»„Hängen Sie dieſes an jenen Baum dort. Dann werde ich es von der Küche aus ſehen und ſogleich wiſſen, etwas los iſt. Apropos, was iſt denn jetzt los?*

„Ich bin ſehr unglücklich— das iſt es, was los iſt.*

„Ja, auf das kalte Fieber müſſen Sie ſich eben ſo ge⸗ faßt machen, als auf das hitzige, wenn Sie ſich einmal ver⸗ lieben,« bemerkte Jacintha mit ruhigem Lächeln.„Warum ſind Sie nicht ſchon früher zu mir gekommen, um ſich aufhei⸗ tern zu laſſen? Was fehlt Ihnen?“

„Liebe Jacintha, ſie kommt jetzt gar nicht mehr aus dem Schloſſe. Was ſoll aus mir werden, wenn ich ſogar ihren Anblick entbehren muß? Ihr ſeyd doch nicht etwa ſo unvorſichtig geweſen, ihnen zu erzählen—*

„Was das fuͤr eine Frage iſt! Sehe ich denn etwa ſo gar jung und unerfahren aus, mein Herr?«