Teil eines Werkes 
1. Theil (1858)
Entstehung
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ſchäftsagenten zu richten,«— der, wie der junge Rivièdre folgerte, entweder ein unfähiger oder ein unredlicher Mann ſeyn mußte, weil er ſonſt die Angelegenheiten der Familie nicht auf ſo ſchmachvolle Weiſe vernachläſſigt haben würde. Es ſtand nach Rividre's Meinung zehn gegen eins zu wetten, daß er von den Pächtern heimlich Geſchenke annahm, damit die Pachtſummen nicht geſteigert würden. Es konnte daher nichts nützen, wenn er ſich an dieſen wendete. Engel auf Erden kommen faſt nur in ſchlechten Romanen vor und unſer armer junger Freund ſchrieb keinen ſchlechten Roman, ſondern ſpielte ſeine kleine Rolle in der wirklichen Welt.

„Nein,« ſagte er,»ich habe dieſe Entdeckung gemacht. Vielleicht wird die Stolze mich niemals lieben, aber wenigſtens werde ich mir ihren Dank erwerben und Niemand ſoll mich des Stolzes und des Ruhmes berauben, ihr und den Ihrigen einen großen Dienſt geleiſtet zu haben.“

Und nun zeigte ſich eben die Schwierigkeit. Die Ausſicht auf eine förmliche Bekanntſchaft trat eher zurück, als daß ſie ſich genähert hätte. Erſtens legte ſein eigenes Herz ein neues Hinderniß dazwiſchen. Je höher ſeine Liebe ſtieg, deſto mehr ſchwand ſeine Dreiſtigkeit und ſeitdem er erfahren, daß ſie ſo arm waren, ward er noch ſchüchterner und ſie erſchienen ihm noch heiliger und unzugänglicher, denn er fühlte in ſeinem eigenen Herzen, wie kalt und zurückhaltend er ſeyn würde, wenn er ein Armer wäre.

Ein fernerer Uebelſtand war der, daß die jungen Da⸗ men jetzt gar nicht mehr ausgingen. Seltſamerweiſe hatte er ſeine Liebe und ſeine Hoffnungen nicht ſodald Jacinthen an⸗ vertraut, als die, welche er hebte, mit grauſamer Hartnä⸗ ckigkeit das Haus hütete.

War Jacintha ſo wahnſinnig geweſen, trotz des von