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und romantiſche Geſinnung auf dem Wege zum Alter zu ma⸗ chen haben, nemlich wie weit leichter es iſt, viele Pläne zu ent⸗ werfen, als einen einzigen auszuführen.
Das überwallende junge Herz hatte im Begriff geſtanden, für die Angebetete und ihre Angehörigen förmliche Wunder zu thun. Eduard Rivière wollte die Regierung für ihr Unglück intereſſiren, aber wie ſollte dies geſchehen?»Na, auf die eine oder die andere Weiſe,« hatte er gedacht. Als er jedoch die eine Weiſes näher anſah, fand er, daß dieſelbe unthunlich und die„andere« geradezu unmöglich ſey.
Dabei aber hatte er ſich nicht blos leeren Träumereien hingegeben. Er hatte die ganze Herrſchaft Beaurepaire genau in Augenſchein genommen und ſeine Eigenſchaft als Regie⸗ rungsbeamter zum Vorwand benutzend zwei oder drei der Pachtgüter vermeſſen und abgeſchätzt. Dabei hatte er zu ſeiner großen Freude entdeckt, daß ſämmtliche Pachtgüter unter ih⸗ rem wahren Werthe verpachtet, daß früher beſtandene Con⸗ tracte ſämmtlich abgelaufen waren und daß daher ein fä⸗ higer und eifriger Agent das Einkommen der Baronin binnen wenigen Monaten um dreißig Procent vermehren konnte.
Was aber half ihm oder ihnen dieſe werthvolle Entde⸗ ckung, als er ſie gemacht hatte? Um ihnen zu zeigen, daß ſie nicht ſo arm ſeyen, als ſie in ihrer ariſtokratiſchen Unfähig⸗ keit zu Geſchäften ſich glaubten, mußte er erſt ihr Ohr gewin⸗ nen und wie war ihm dies möglich? Wollte er ſich ſelbſt wie⸗ der nach Beaurepaire begeben, ſo ward ihm ſicherlich auf ſeine Anmeldung der Beſcheid, man ſeh für Fremde nicht eher zu Hauſe, als bis die Bourbons zurückgekehrt ſeyen.
Schrieb er, ſo lautete die Antwort wahrſcheinlich: „Mein Herr, ich verſtehe von Geſchäften durchaus nichts, ha⸗ ben Sie daher die Güte. Ihre Mittheilung an unſern Ge⸗


