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dieſe wiederholten Acte der Höflichkeit durchaus kein Wiederer⸗ kennen ſeiner reizenden Perſönlichkeit zu verrathen ſchienen. Einige ihrer ſchlichteren Nachbarn waren gewohnt, ſie mit der Ehrerbietung zu begrüßen, die ihnen gebührte. Es ge⸗ ſchah dies ſelbſt jetzt noch ſehr oft. Wenn es geſchah, ſo er⸗ wiederten ſie den Gruß auf angemeſſene Weiſe. Sie waren
von zu hohem Rang und hoher Bildung, als daß ſie ſich an
Höflichkeit hätten übertreffen laſſen.
Daß aber ein und derſelbe junge Mann ihnen begegnete, ſo oft ſie ausgingen und daß er hübſch und intereſſant war— von dieſem Phänomen ſchienen dieſe reizenden Damen ihren Mienen nach keine Ahnung zu haben.
Bürger Rivière war anfangs ärgerlich hierüber, dann aber begann er über ſeinen Mangel an Muth zu lachen und an einem gewiſſen Tage, wo die Wichtigkeit ſeiner Perſon ihm ganz beſonders gegenwärtig war, that er einen neuen Schritt zur Anbahnung dieſer angenehmen Bekanntſchaft. Er mar⸗ ſchirte nemlich keck in das Schloß Beaurepaire ein und machte der Baronin ſeine Aufwartung.
Er ließ ſich nach ſeinem Namen und Titel mit gebühren⸗ dem Pomp anmelden. Jacintha kehrte mit ſchwarzgerändeter Karte zurück.
Der Beſuch des Herrn Riviére, ſchrieb die Baronin, ſey ihr allerdings ſehr ſchmeichelhaft, doch könne ſie in dem ge⸗ genwärtigen Trauerſtande der Familie und des Königreiches nur alte Bekannte empfangen.
Der junge Rivière fühlte ſich durch dieſe Abweiſung grauſam gedemüthigt. Er verließ zähneknirſchend und mit ſchnellen Schritten das Schloß.
»Verwünſchte Ariſtokraten! Ah, wir haben wohl daran gethan Euch von eurer Höhe herunterzuſchleudern und Ihr


