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Da kam der Krieg und brach ihrer Spottrede die Spitze ab. Der Knabe war ein entſchloſſener Charakter. Die Mutter gab nun ebenfalls nach, denn ſie war eine eifrige Patriotin.
In den Armeen der Republik ſtieg ein guter Soldat mit beiſpielloſer Gewißheit und Schnelligkeit empor denn wenn die Soldaten niedergemähet werden wie Hafer, ſo iſt es eine gute Zeit für die, welche ſtehen bleiben.
Raynal machte alle Grade durch, bis er Commandant und einer der Adjutanten des Generals ward und die Ober⸗ ſten⸗Epauletten in nicht weiter Ferne ihm entgegenſchimmer⸗ ten. Während dieſer ganzen Zeit ſchrieb Raynal häufig an ſeine Mutter und erinnerte ſie ſcherzend an ihren Ausſpruch, daß der Soldatenſtand ein elendes Handwerk ſey. Da er nur nach Ruhm, aber nicht nach Geld ſtrebte, ſo lebte er mit ſpar⸗ taniſcher Mäßigkeit und ſparte die Hälfte ſeines Soldes und ſein ganzes Beutegeld für die alte Frau in Paris.
Leider mußte der glückliche Soldat von dieſer Seite her eine bittere Täuſchung erleben, denn an demſelben Tage, wo er zum Commandanten ernannt ward, traf ein Brief an ihn im Lager ein. Seine Mutter war nach kurzer Krankheit ge⸗ ſtorben.
Dies war ein furchtbarer Schlag für den ſchlichten rau⸗ hen Soldaten, der niemals viel Luſt oder Zeit gehabt hatte, mit Mädchen herumzuliebeln und ſein Herz abzuſtumpfen. Geehrt und reich, aber wehmüthig und niedergeſchlagen, kam er nach Paris zurück.
Bei ſeiner Ankunft in der alten bekannten Stadt ſchien dieſe ihm gar nicht mehr ſo auszuſehen wie ſonſt. Ihr An⸗ blick ſtimmte ihn noch wehmüthiger. Um ihn außzuheitern, brachte man ihm eine Menge Geld. Das Geſchäft der Witwe hatte in den letzten wenigen Jahren einen wunderbaren Auf⸗


