und bat um die Erlaubniß, mit der Baronin ſprechen zu dürfen.
»Was wünſcheſt Du von mir, mein Kind?« fragte die
Baronin mit einem Gemiſch von Ueberraſchung und Neugier.
.»Verzeihen Sie, Frau Baronin,« begann Jacintha,
»wie aber könnte ich Sie und Mademoiſelle Joſephinen und
Mademoiſelle Laura verlaſſen? Bedenken Sie, ich bin in
Beaurepaire geboren, meine Mutter ſtarb hier in dieſem
Schloſſe, mein Vater ſtarb im Dorfe, aber er bekam ſein
Eſſen jeden Tag von dem Tiſche des Herrn Barons und ſein
milie Beaurepaire ſegnete. Fräulein Laura, legen Sie doch ein gutes Wort für mich ein. Ach, Sie weinen! Sie ſehen alſo ſelbſt ein, daß ich nicht gehen kann. In der That, Frau Baronin, ich kann nicht gehen. Die Andern ſind fortgegan⸗ gen, weil jetzt kein Reichthum und kein Wohlſtand mehr hier herrſcht. Ich aber frage nicht darnach, ſondern will bleiben, bis die Sonne wieder auf das alte Schloß herniederſcheint und dann ſollen Sie mich fortſchicken, wenn Sie mich einmal nicht mehr haben mögen, aber nur nicht jetzt— nur nicht jetzt!⸗
Und das warmfühlende Mädchen begann zu weinen und zu ſchluchzen.
»Liebes Kind,« ſagte die Baronin,„dieſe Geſinnungen machen Dir Ehre und rühren mich. Entferne Dich aber jetzt auf einige Augenblicke, damit ich mich mit meinen Töchtern
2 Die Berathung der Baronin beſtand darin, daß ſie ihre ffnete und ihre Töchter ihr beide zugleich um den Hals
Feuerholz aus Ihrem Walde, und ſtarb, indem er die Fa⸗
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