Teil eines Werkes 
1. Theil (1858)
Entstehung
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entfernt hatten, blieb blos noch eine gewiſſe Jacinth

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Staatsbehörde hielt ihn daher auch wirklich für einen Repu⸗ blicaner und fragte bei ihm an, ob die Baronin die politiſche Geſinnung ihres Mannes theile. Er antwortete keck, dies ſeh nicht der Fall und ſetzte hinzu:Sie iſt meine Schülerin.« Auf dieſe Verſicherung hin begnügte man ſich, von der Herr⸗ ſchaft Beaurepaire eine bedeutende Summe als Contribution und Strafe zu erheben.

Damals waren Aſſignaten an der Tagesordnung. Gutes Papier ein weltbekannter Feigling hatte ſich Flügel gemacht und war ins Ausland geflohen und die klingende Münze verkroch ſich in eiſerne Kaſten wie ein geſcheuchtes Ka⸗ ninchen in ſeine Höhle.

Die Geldſtrafe ward bezahlt es mußten aber ſchwere Hy⸗ potheken auf die Beſitzung aufgenommen und hoch verzinſt werden.

Nicht ſobald war dies Geſchäft geordnet, als es ſich herausſtellte, daß der Baron kurz vor ſeinem Tode bedeutende Schulden gemacht hatte, wofür ebenfalls mit ſeiner Hinter⸗ laſſenſchaft gehaftet werden mußte. S

Die Baronin verkaufte ihren Wagen und ihre Pferde und ſchickte ſich mit ihren Töchtern an, ſich bis auf die noth⸗ wendigſten Lebensbedürfniſſe einzuſchränken, um wo möglich auf dieſe Weiſe ihre Schulden zu bezahlen.

Nun blieben Alle weg, die ſonſt ſehr gern auf dem gaſt⸗ lichen Schloſſe verkehrt hatten. Die ſogenannten Freunde wa⸗ ren wie verſchwunden und die arme Witwe und ihre hie lernten nun die Riedrigkeit und Unbeſtändigkeit der gewöhnlichen Schlages kennen.

Als die übrigen Diener ihren Lohn eingeſtrichen u