Teil eines Werkes 
3. Theil (1862)
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387 Männer ſich unter das franzöſiſche Knechtesjoch

beugen müſſen. Ich wenigſtens... kann es nicht! Darum auch habe ich mein Amt niedergelegt;. darum auch verlaſſe ich heute noch mit meiner Fa⸗ milie die Stadt, die mich gebar, die mir an die Seele gewachſen iſt. Ich verlaſſe ſie mit blutendem Herzen;... aber.. ich kann nicht anders! . Grott helfe mir!

Eine allgemeine Bewegung gab ſich kund; Nie⸗ mand aber wagte es, ein Wort zu ſprechen.

Ich kann indeß von der geliebten Vaterſtadt nicht ſcheiden, ohne noch einen letzten Act meines politi⸗ ſchen Wirkens vollzogen zu haben! fuhr Syn⸗ dicus Frantz fort.Ich that dies, indem ich in den letzten Tagen in aller Stille eine kleine Schrift niederſchrieb, in welcher die Urſachen aufgezeichnet ſind, die den Fall und die Uebergabe der Stadt an Frankreich bedingten*). Wir ſind, dem beſſeren Theile in Magiſtrat und Bürgerſchaft und unſerer Ehre Deutſchland, Kaiſer und Reich, ſowie der Nachwelt gegenüber eine ſolche Darlegung und Vertheidigung ſchuldig. Hier iſt dieſelbe, ich werde

*) Kurze jedoch gründliche Erzählung, wie und aus wel⸗ chen Urſachen die Stadt Straßburg ſich der Krone Frank⸗ reich Gewalt und Protection untergeben Von Syndicus Frantz.