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„Aber was ſoll es, Väterchen?— frug Mutter Hedwig noch immer ſtaunend.
„Kommt!“— entgegnete der alte Herr—„und ihr werdet es ſehen und hören.“
Und er ſchritt ihnen voran; aber ſeine Geſtalt war nicht mehr ſo gebeugt, wie in den letzten Tagen: „Er muß ſich durch einen kühnen Entſchluß ſtark und kräftig durchgearbeitet haben!“— dachte die Mutter. Und wahrlich!.. ſie kannte ihren Mann.
Der Syndicus aber ſchritt den beiden voraus, die Treppe hinauf, bis zu der Etage, in welcher ſein Arbeitszimmer lag, an das ſich noch ein anderes Gemach anſchloß, in das man aber nur durch 5 Arbeitszimmer ſelbſt gelangen konnte.
Als ſie oben angekommen waren, öffnete der Syndicus die Thüre und ließ die Damen eintreten. Wie aber ſtaunten Hedwig und Alma, als ſie hier einen Kreis lieber Freunde erblickten. Es waren Männer und Frauen; aber nur Leute von den glei⸗ chen Geſinnungen, wie die Familie Frantz ſie hegte. Auch Hugo von Zedlitz, Frau von Bernhold— die kleine liebliche Wittwe, die Günzer ſo ſchmählich von ihrem Gute Plobsheim vertrieben,— und der alte würdige Pfarrherr, deſſen frommen Predigten
Alma und Mutter Hedwig ſo oft in den ſchönen Der Raub Straßburgs II. 25


