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ſondern auch die Tiefe unſeres Weſens kennen und auf uns ſchwören, ſelbſt wenn uns die ganze übrige Welt verläßt.“
„Nun!“— ſagte Alma mit trübem Lächeln, aber mit dem Ausdrucke der reinſten Kindlichkeit, in⸗ dem ſie ſich an die Mutter ſchmiegte und ſie küßte, —„ein ſolches Herz habt ihr an mir.“
Mutter Hedwig erwiderte den Kuß; aber ſie ſah dabei auf die Thräne, die ſich unwillkührlich in des Kindes Auge zeigte.
Dennoch ſchwieg ſie darüber. Sie wußte ja, was dieſe Thräne zu bedeuten habe; aber es war hier leider nichts zu erörtern; der Vater hatte ſeiner Zeit bei der im engen Kreiſe ſo heiter gefeierten Verlobung geſagt:—„Mit dem Tage, der uns wieder entſchieden frei macht, ſeid ihr, meine Kinder, Mann und Weib!“
aber... wie ſtand es jetzt mit dieſer Frei⸗ heit?... war ſie nicht auf ewig verloren? Stan⸗ den nicht ſelbſt die bürgerliche Exiſtenz und die per⸗ ſönliche Freiheit des Syndicus und Hugo's auf dem Spiele?.. war nicht— für den Augenblick wenigſtens— die Zukunft in Nacht und Dunkel gehüllt.
„Habe nun auch Du hier Vertrauen, mein Kind,“— ſagte daher jetzt die Mutter.—„Noch


