Teil eines Werkes 
3. Theil (1862)
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begehen wolle, konnte die natürliche Anmuth und Würde ihres Weſens nur beitragen. Es that es aber auch die innere gedrückte Stimmung, die weh⸗ müthige und doch charakterſtarke Entſagung, die in ihr wohnte.

Noch läuteten als ſie eben bei der Mutter eintrat die Glocken, noch donnerten die Kanonen, der Majeſtät bis zur Gränze des Stadtgebietes das Geleite gebend.

So ſind des Vaters Wünſche denn erfüllt! ſagte ſie jetzt ruhig und milde, als ſie auch die Mutter im Feſtanzuge erblickte;was aber ſoll nun wohl weiter geſchehen?

Weiß ich es, mein Kind? entgegnete dieſe. Was aber auch der Vater mit uns vor hat, folgen wir ihm ohne Widerrede. Wir wiſſen es ja, wie gut er es immer mit uns meint, kennen ſeinen klugen, vorſorglichen Sinn und müſſen ſeinen tiefen Schmerz durch ſtillen Gehorſam ehren.

Ich vertraue ihm ganz! ſagte Alma ruhig.

Und der Vater verdient auch dies Vertrauen, verſetzte die Mutterja, es ſtärkt ihn in ſeinen ſchweren Kämpfen. Sollen wir in den vielen Wirren und Drangſalen des Lebens nicht geradezu

untergehen, ſo müſſen wir Herzen zur Seite haben, welche uns nicht nur verſtehen und mit uns fühlen,