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So war das Haus des Syndicus— dem Münſter ſo nahe gelegen und daher von all dem Tumult und Lärm umbrauſt— ſtill wie ein Grab geworden. Eine ernſte Feierlichkeit lag über demſelben und heute— es war an dem Tage, an welchem der König Straßburg wieder zu verlaſſen gedachte,— heute trat auch noch etwas Geheimnißvolles hinzu.
Frantz hatte Mutter und Tochter gebeten, um die Zeit des Abzuges des Monarchen in ihren ſchwarzen Sonn— und Feſtkleidern bereit zu ſein.
Beide ſahen den alten Herrn ſtaunend an. aber... an Gehorſam gewöhnt und den reſignirten Ernſt aw mit welchem der Vater den Wunſch ausgeſprochen, ſagten ſie, ohne ein weiteres Wort, zu. Noch auffallender aber war Mutter und Tochter der Befehl: zugleich auch alles einzupacken, was zu einem mehrwöchentlichen Aufenthalte außer dem Hauſe nöthig ſei.
So war der Nachmittag herangekommen, und Se. Majeſtät, Ludwig XIV., König von Frankreich, jetzt auch Herr des ganzen Elſaſſes und Straßburgs, hatte dieſe Stadt nach empfangener Huldigung mit dem gleichen Pompe verlaſſen, mit dem er, wenige Tage zuvor, in derſelbe eingezogen.
Noch läuteten die Glocken, noch donnerten die Kanonen, der Majeſtät bis zur Gränze des Gebie⸗ tes das Geleite zu geben.


