Teil eines Werkes 
3. Theil (1862)
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umgeben von Crucifixen, von welchen er ſelbſt ein großes, in Diamanten gefaßtes, auf der treu⸗ und ehrloſen Bruſt trug.

Hier ſtand er, der Schamloſe, und begrüßte den Uſurpator Straßburgs, Ludwig XIV., mit den Wor⸗ ten:Gelobt ſei Gott der Vater, Gott der Sohn und Gott der heil. Geiſt für dieſe Stunde! Nach⸗ dem ich durch den ſtarken, durch den allgewaltigen Arm Ew. Majeſtät, des größten Königs der Erde, in den Beſitz dieſer Kirche wieder eingeſetzt bin, aus welcher die Gewaltthätigkeit der Ketzer meine Vor⸗ gänger vertrieben hat, kann ich wohl mit dem alten Simon ſagen: Herr nun läſſeſt du Deinen Diener in Frieden fahren, denn... meine Augen ha⸗ ben deinen Heiland geſehen!

Von Ew. Majeſtät Vorfahren hat König Chlod⸗ wig den erſten Grundſtein zu dieſem herrlichen Ge⸗ bäude gelegt, König Dagobert das Bisthum er⸗ richtet; Ew. Majeſtät aber machen ſich durch das, was Sie jetzt gethan, zu einem neuen, zu einem viel ruhmwürdigeren Stifter.

O Sire! das Herz zerſchneidet mir, daß ich nicht mehr Beredtſamkeit beſitze, um Ew. Majeſtät das Uebermaß von Freude auszudrücken, welches ich und mein Kapitel für die Wohlthat fühlen, die eine ſo erhabene und der Frömmigkeit