Teil eines Werkes 
3. Theil (1862)
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Endlich! es ging ſchon gegen elf Uhr ſtiegen in der Ferne Feuerzeichen auf.

Couriere, mit Schweiß und Staub bedeckt, flogen der Stadt zu, den Behörden die Nachricht zu brin⸗ gen: daß ſich die Majeſtät nähere. Eine neue erhöhte Bewegung ging durch die Maſſen, alle Glocken der Stadt fingen zu läuten an und von den Wällen don⸗ nerten die Kanonen mit ernſten gewaltigen Schlägen.

Und endlich! endlich! war denn auch die Stadt erreicht, und Ludwig XIV. zog in ihr ein.

Und:Vive le roi! donnerte es durch die Lüfte.

Und:Vive le vainqueur de Strasbourg et Casale! wälzten ſich die Rufe nach;... aber .Es lebe der König! hörte Niemand.

Große Truppenmaſſen eröffneten den Zug. Ihnen folgten in langer unabſehbarer Reihe die verſchiede⸗ nen Chargen des königlichen Hofes, ſtets durch reitende Abtheilungen von Küraſſieren, Trompe⸗ tern, Herolden und Unterbeamten unterbrochen.

Alles ſtrahlte und glänzte dabei in einer kaum zu beſchreibenden Pracht, deren Farbenſchimmer und Aufblitzen das herrliche ſonnige Wetter noch erhöhte.

Und dieſe Pracht ſteigerte ſich, je näher die Ma⸗ jeſtäten herankamen, bis ſich der, von acht Pferden gezogene, in ſeinem Pracht⸗Schnitzwerk durchaus ver⸗

Der Raub Straßburgs II. 24