Teil eines Werkes 
3. Theil (1862)
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burg hatte dabei heute zum erſtenmale vollſtändig den Charakter einer franzöſiſchen Stadt angenommen, da man faſt überall nur dieſe Sprache hörte, nur franzöſiſche Geſichter ſah, nur die Rufe: Vive le roi!. ive le vainqueur de Stras- bourg et Casale! hörte.

Freilich hatten ſich auch der Magiſtrat, die ſämmtlichen übrigen Behörden der Stadt, ſo wie die Zünfte verſammeln müſſen; freilich harrten auch ſie der Ankunft des neuen Herrſchers in ihrer beſten Amtstracht und Feſtkleidung;... hier aber herrſchte bei der überwiegenden Mehrheit nichts we⸗ niger als eine feſtliche Stimmung,... hier herrſchte unter den Verſammelten ein finſterer ſchweigſa⸗ mer Ernſt.

Jeder ehrliche und patriotiſche Mann fühlte es ja, daß er am Grabe der alten Freiheit ſtand und die heutige Feier... eine Leichenfeier ſei.

So waren Stunden verſtrichen und der König nahte ſich noch immer nicht.

Die Ungeduld in den Volksmaſſen wuchs von Minute zu Minute.

Ein reitender Bote nach dem anderen wurde gen Vitry ausgeſandt, von woher der König ſich mit ſeinem Gefolge näherte; aber immer ſah man, ſelbſt an der Gränze, noch nichts von dem Siegeszuge.

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