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manchem Männerauge, hervorbrachen, als die Glo⸗ cken des alt⸗ehrwürdigen Münſters nun, zum er⸗ ſtenmale wieder ſeit der Reformation, die Katholiken zu den Hallen des prächtigen Domes riefen, der nun den Proteſtanten für immer geſchloſſen!
Es ging nur ein Schmerz durch ganz Straß⸗ burg;. aber. es war ein großer tiefer Seelenſchmerz! Ein Schmerz, der ſich dem deutſchen Volke vererbt hat; und der jetzt beinahe zwei Jahr⸗ hunderte nachhält.
Schneidend war dabei der Gegenſatz, der ſich bis dahin in der ernſten, abgeſchloſſenen, grollenden Trauer der Bürger und in dem, durch die Sieger künſtlich hervorgerufenen Enthuſiasmus nach Außen hin gel⸗ tend machte.
Aber noch an demſelben Tage ſtrömten zahlloſe Beſucher von den umliegenden franzöſiſchen Gränzen — theils freiwillig, theils von Louvois befohlen,— der Stadt zu; denn... der kommende Morgen ſollte den Einzug Seiner Majeſtät, Ludwigs XIV., ſehen, und dem Könige von Frankreich durfte— dies fühlte der kluge Staatsmann und Höfling nur allzugut— die Kälte und Zurückhaltung der ſtarr⸗
köpfigen Republikaner nicht entgegentreten. Ein Fürſt
und König iſt nicht gewöhnt und nicht dazu ge⸗


