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ihn eingerichteten Palaſfte ſeiner Schweſter, der Mark⸗ gräfin von Baden. Ein königlicher Hauptmann mit ſiebzig Mann bildete hier, auf ausdrücklichen Befehl Louvvis, ſeine Leib⸗ und Ehrenwache.
Kaum aber war der fromme Herr hier abgetre⸗
ten, als ihm General⸗Lieutenant, Baron von Viſat, Befehlshaber der in Straßburg verbliebenen 15,000 Mann franzöſiſcher Truppen, ſo wie Alles, was be⸗ reits von franzöſiſchem Adel hier eingetroffen, ſeine Aufwartung machte. Auch der Magiſtrat ſandte ſeine Deputation, wozu er natürlich Männer, wie Günzer, Stößer, Obrecht und ähnlich Geſinnte wählte, die denn auch— ächte Verräther an Glauben und Va⸗ terland— dem ſiegreich Eingezogenen aus vollem Herzen Glück zu der eben erfolgten Beſitznahme wünſchten. Aber die großen Ereigniſſe hörten jetzt für Straßburg nicht auf: für den kommenden Tag war der Einzug des Katholicismus in der Cathedrale beſtimmt.
Das Münſter war herrlich geſchmückt und mit Fahnen beflaggt; der Zug des Biſchofs von einer imponirenden Pracht. Aber... es galt ja auch, die ganze mittelalterliche Größe der ka⸗ tholiſchen Kirche, die ganze Verwerflich⸗ keit des proteſtantiſchen Ketzerthumes zu zeigen.


