Teil eines Werkes 
3. Theil (1862)
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und ausgelaſſener Freude die ſchöne Stadt, die von nun an Frankreich einverleibt bleiben ſollte. Und die ſtolze Anmaßlichkeit der Franzoſen ſteigerte ſich auch noch durch ein neues Siegesgerücht, das ſich wie ein Lauffeuer verbreitete. Es war die Nachricht, daß die Truppen des Königs an demſelben Tage, an welchem Straßburg, der Schlüſſel Deutſch⸗ lands, fiel, auch die Feſtung Caſale, die der Schlüſſel zu Italien genannt werden konnte, beſetzt.

Dieſe Beſitznahme aber erſchien als erſter Schritt Ludwigs XIV., ſich auch den Weg zur Herrſchaft über Italien anzubahnen. Die Franzoſen jubelten,.. der Ruhm des„großen Königs“ flog von Munde zu Munde;... man ſah ſchon den Weg zu einer Univerſalmonarchie, Frankreichs Herrſcher an der Spitze, angebahnt: Frankreich und den Franzoſen gehörte die Welt!

Europa erbebte... und... Deutſchland vor allem; denn jetzt war auch die Wegnahme Kölns und des ganzen linken Rheinufers doppelt zu fürchten.

Der Schmerz und die Trauer in den patriotiſch geſinnten Familien Straßburgs war daher ein gar tiefer, ein wahrhaft endloſer; aber endloſer noch war der Jubel der Franzoſen auf den Straßen.