Teil eines Werkes 
3. Theil (1862)
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Zu Tauſenden wogten die Volksmaſſen, nament⸗ lich vor dem Hauſe des neuen franzöſiſchen Gou⸗ verneurs der Stadt, des Marquis von Cha⸗ milli, auf und ab; ein:„Es lebe der König; es lebe der Sieger von Straßburg und Caſale!“ dem anderen folgen laſſend.

Ein jeder ſolcher Ruf aber war ein Dolchſtoß für die Herzen der Straßburger Patrioten, und mancher von ihnen beneidete jetzt den armen kleinen Meiſter Wenck, der— in den Schooß der Mutter Erde ſanft gebettet— von dem, was hier geſchah, nichts mehr ſah und nichts mehr hörte.

Am meiſten litten dabei Syndieus Frantz und die Seinen.

Stürmten doch fortwährend wahrhaft empörende Nachrichten auf ſie ein: jetzt, da das Schickſal der Vaterſtadt entſchieden und das katholiſche Frankreich zur Herrſchaft gelangt war, fielen dem neuen Regi⸗ mente die längſt gereiften Früchte des Verrathes ge⸗ radezu in die Hände. Eine Menge der erſten Fami⸗ lien— meiſt dem Magiſtrate angehörend— erklär⸗ ten jetzt laut und öffentlich ihre Bereitwilligkeit: Frankreich auf jede Art und Weiſe dienen... und . zur katholiſchen Kirche übertreten zu wollen.

An der Spitze dieſer feigen und beſtochenen dop⸗