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ſagen konnte, übergoß man ſie mit brennbaren Flüſ⸗ ſigkeiten und zündete dieſe alsdann an. Um dabei ihr entſetzliches Wehgeſchrei zu vermeiden, ſetzte man der Deliquentin die ſogenannte Birne auf den Mund.
So ließ ſie die Wuth der Richter alle Grade der Folter durchmachen.
Nemeſis, die finſtere Göttin der Rache, ſchwang triumphirend ihren dunklen Eſchenzweig.
Den anderen Tag— nachdem ſie der Erdroß⸗ lung ihrer beiden weiteren Mitſchuldigen, der Prie⸗ ſter Leſage und d'Auvaux, mit zugeſehen— ward ſie zum Richtplatz geſchleppt. Hier, auf einen Holzſtoß gebracht, ſuchten die Henkersknechte ſie mit Stroh zu bedecken... aber die La Voiſin ſtieß Knechte und Stroh in ſchauerlichem Todeskampfe mehrere⸗ male zurück,... bis ihr die Kräfte ſanken.
Raſch war nun Stroh und Holz entzündet und praſſelnd brachen die Flammen über der Unſeligen zuſammen.
Als der Holzſtoß eingeſunken, ſtreute man die Aſche in alle Lüfte.
Die Welt war von vier gräßlichen Menſchen befreit!*)
*) Ludwig XIV. und ſein Jahrhundert. Thl. V. S 56 u.f.


