Teil eines Werkes 
3. Theil (1862)
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Dieſe eilten herbei, in der Hoffnung, doch noch ſchließlich einige Geſtändniſſe von der Verurtheilten zu vernehmen; aber die Vigoureux, ſchon mit einem Fuße auf der Leiter des Galgens, ſagte ihnen nur folgende Worte:

„Meine Herren, haben Sie die Güte, dem Mar⸗ quis von Louvvis zu ſagen: daß ich ſeine Dienerin ſei, und... ihm Wort gehalten habe; vielleicht hätte er es nicht ſo gemacht!“

Dann wandte ſie ſich zum Henker und rief:

„Nun, mein Freund, verrichte dein Amt!“

Und ſie ging zum Galgen und half dem Nach⸗ richter bei ſeinem Geſchäft, ſo viel es ihr zermarter⸗ ter Körper zuließ.

Ein düſteres Leben hatte in wenigen Minuten geendet.

Als man der La Voiſin den Tod der Vigoureur mit allen Umſtänden erzählte, ſagte dieſe:

„Daran erkenne ich ſie, ſie iſt ein wackeres Mäd⸗ chen, aber ſie hat verkehrt gehandelt; was mich be⸗ trifft, ich werde Alles ſagen.“

Ihr Mittel ſchlug indeß nicht beſſer an, als das ihrer Mitſchuldigen. Wie jene über die Folterbank geſtreckt, bekannte ſie viel aber man wollte noch mehr wiſſen, und da ſie nichts mehr

Der Raub Straßburgs III. 23