Teil eines Werkes 
3. Theil (1862)
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ſo viel es ihre Lage ermöglichte— wie ein Wurm aber. ſie geſtand kein Wort.

Man gab ihr das doppelte ſpaniſche Fußband; man brannte ſie mit glühenden Zangen.. die Vigoureur ſchwieg... nur ihre Auge ſchoſſen Baſiliskenblicke.

Dieſe Standhaftigkeit war aber um ſo erſtaun⸗ licher, als der Arzt mehr als einmal erklärte: man müſſe aufhören, die Deliquentin werde ſonſt den gräßlichen Qualen erliegen!

Welche abſcheuliche, die ganze Menſchheit entehrende Verirrung des Geiſtes!... welche Verhärtung der Herzen!. welche Begriffsverwirrung in juriſti⸗ ſcher Beziehung! Die Richter, beſtimmt Recht zu ſprechen und menſchliche Vergehen menſchlich zu ſtra⸗ fen, werden— Mörder richtend— ſelbſt zu Mörder!... und nicht immer waren es ja Mörder, die der Tortur anheimfielen, ſondern nur zu oft Unſchuldige!

Werfen wir, blutenden Herzens, einen Schleier über die entſetzlichen Gräuel jener Zeit, in welcher die gränzenloſeſte Sittenloſigkeit, der ausſchweifendſte Leichtſinn mit dem finſterſten Aberglauben,... die größte religiöſe Schwärmerei mit dem blutigſten Fa⸗ natismus Hand in Hand ging!

Am folgenden Tage auf dem Gréveplatz angelangt, ließ die Vigoureur die Magiſtratsperſonen rufen.