Teil eines Werkes 
3. Theil (1862)
Einzelbild herunterladen

— 355—

Aber ſchrecklich, ja namenlos peinlich war auch der Eindruck, den dieſer Prozeß, das darin gefällte Urtheil, die vielen dadurch hervorgerufenen Verhaf⸗ tungen und Verwicklungen und endlich die Hinrich⸗ tungen ſelbſt in jedem Gemüthe hervorriefen.

Auch der König— auch Ludwig XIV.— ent⸗ ging dieſem Eindrucke nicht, der für ihn ſogar noch tiefer und gewaltiger wurde, als er in derſelben Zeit an dem Todtenbette der Herzogin von Fon⸗ tanges geſtanden.

Es trieb ihn wie mit dämoniſcher Gewalt von Paris und Verſailles hinweg;— und ſiehe, das Schickſal kam auch hier ſeinem Lieblinge entgegen.

Straßburg war gefallen... Louvois rief ſeinen Monarchen zum feierlichen Einzuge und zur Huldigung der erober⸗ ten Stadt herbei.

Hatte nun Ludwig XIV. dieſen Ruf auch er⸗ wartet, ſo kam er ihm doch in dieſem Momente doppelt erwünſcht.

Schon am kommenden Tage brach der König, gefolgt von dem ganzen Hofe, nach dem Elſaſſe auf.

23*