Teil eines Werkes 
3. Theil (1862)
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„O ſprechen Sie es nicht aus, das Entſetzliche!“

„Iſt die Herrſchaft Plobsheim für Sie verloren. Die Reunionskammern haben ſich ausgeſprochen!“

„Und ich und meine Kinder?“

„Es gibt Mittel ſich dagegen zu ſchützen!“

„Aber, nein! nein!“— rief hier die junge Frau —„es gibt ja noch einen gerechten Gott im Him⸗ mel, der nicht zugeben wird, daß man einer Wittwe und ihren Kindern ihr Eigenthum mit frechen Hän⸗ den raubt!“

„Frankreich und ſeine Reunionskammern beab⸗ ſichtigen keinen Raub. Im Gegentheil! um das recht⸗ mäßige Beſitzthum feſtzuſtellen, verlangen ſie die ge⸗ ſetzmäßigen Beweiſe dafür.“

„Und die müſſen da ſein! Mein Vater und Schwiegervater, ſo wie viele Glieder der Familien Bernhold und Zorn„erinnerten ſich recht gut, ſie mit eigenen Augen geſehen zu haben!“

Die Züge des Stadtſchreibers verfinſterten ſich. Abermals zuckte ein ſtechender Blick nach der Wittwe; dann ſagte er mit dem Ausdruck der Kränkung:

„Mißtrauen Sie mir, gnädige Frau? oder hal⸗ ten Sie mich in dieſer wichtigen Angelegenheit für nachläſſig?“

„Gewiß nicht!“— rief Frau von Bernhold er⸗

ſchrocken; Günzer war ja noch in dieſer Angelegen⸗ Der Ranb Straßburgs MI.