Teil eines Werkes 
3. Theil (1862)
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ſchwarzen Anzuge etwas eigenthümlich Schönes und Intereſſantes gab.

„Gute Nachrichten ſogar!“— entgegnete Günzer mit verbindlichem Tone—„wenn Sie die⸗ ſelben günſtig aufnehmen.“

„Warum ſollte ich nicht,“— fuhr Frau von Bernhold fort— ich bedarf ihrer in meiner ver⸗ laſſenen und traurigen Lage ſehr. Sie wiſſen dies ja ſelbſt recht gut, Herr Stadtſchreiber. Aber neh⸗ men Sie Platz.“

Beide ließen ſich nieder.

„Und worauf beziehen ſich Ihre Nachrichten?“— hub jetzt die Wittwe wieder an—„doch wohl auf unſere Angelegenheit mit Plobsheim?“

„In einer Beziehung ja!— verſetzte der Stadt⸗ ſchreiber mit eigenthümlichem Lächeln und einer Ar⸗ tigkeit, die Frau von Bernhold ſonſt gerade nicht an ihm gewohnt war.

„In einer Beziehung?“

„So iſt es!“

„Und die andere?“

„Erlauben Sie mir, gnädige Frau, daß ich von ihr ſpäter ſpreche.“

„Wie Sie es für gut finden. Aber ſpannen Sie mich vor allen Dingen nicht auf die Folter. Wie ſteht es mit den Urkunden? Haben Sie dieſelben