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in Folge der Empfehlung des Herrn von Bernhold, die Bekanntſchaft mehrerer hochgeſtellter Perſönlich⸗ keiten am Hofe, namentlich auch die des Marquis von Louvois. Der Scharfblick des Miniſters durch⸗ ſchaute Günzer aber ſofort, und da er ſchon damals in dieſem jungen Manne ein treffliches Werkzeng für ſeine weitausſehenden Pläne ahnte, beehrte Lou⸗ vois den damals noch ganz jungen Mann mit ſei⸗ nem beſonderen Vertrauen. Die Sache ging ſo weit, daß man Günzer„le mignon connu de la France“ nannte.*)
Indeß ſchien Günzer bis dahin ſeinen Einfluß nur zu Gunſten ſeiner Vaterſtadt gebraucht zu ha⸗ ben. Volles Vertrauen von Seiten des Magiſtrates lohnte ſeine Geſchicklichkeit und ſeinen Eifer, und ſo kam es denn auch, daß er bei ſeiner Rückkehr nach Straßburg erſt zum Stadt⸗ und in der Folge ſogar auch zum Rathsſchreiber ernannt wurde. Natürlich übertrug man dabei dem geſchickten diplomatiſchen Unterhändler, dem durch Louvois Gunſt geehrten Manne, auch die auswärtigen Angelegenheiten, na⸗ mentlich die Geſchäfte mit Frankreich.
Dahin aber hatte ja Günzer längſt im Gehei⸗
NM. Coste:„Réunion de Strasbourg à la France.“ Documents ete. pP 150.


