Teil eines Werkes 
3. Theil (1862)
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Hauſes aufgenommen, erzogen und in die niederen und höheren Unterrichtsanſtalten gehalten. Bald zeigte ſich denn auch in der That ſeine große Be⸗ fähigung, ſo daß ihn ſeine Beſchützer nicht nur mit Wohlthaten geradezu überhäuften, ſondern Herr von Bernhold ihn auch ſeinem älteſten Sohn faſt gleich ſtellte.

Zur Zeit nun, als Türenne ſeine großen Er⸗ folge im Elſaß feierte, war Herr von Bernhold er⸗ ſter Stadtrichter in Straßburg. Und da es ſchon damals galt, die immer weiter greifende Macht Lud⸗ wigs XIV. mit aller Vorſicht, der Vaterſtadt gegen⸗ über, zu beſchränken, zu dieſem Zwecke aber ein ju⸗ riſtiſch und diplomatiſch gebildeter Kopf an den fran⸗ zöſiſchen Hof geſandt werden mußte, ſo verwendete Herr von Bernhold den jungen Günzer dazu, den er durch ſeine zahlreichen und fortwährenden Wohl⸗ thaten an ſich gefeſſelt glaubte.

Nachdem Herr von Bernhold alſo ſeinem Schütz⸗ linge die nöthigen Vollmachten der Regierung ver⸗ ſchafft und ihn mit den Mitteln zur Reiſe und zu einem längeren Aufenthalte in Paris reichlich aus⸗ geſtattet hatte, eröffnete er ihm die diplomatiſche Laufbahn dadurch, daß er ihn bei dem Grafen von Ruvigny einführte.

Graf von Ruvigny verſchaffte denn auch Günzer,