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„Ja!“— riefen Alle—„und die Erfüllung unſerer Bitten iſt zugeſagt!“
„O Welt! Welt!“— ſeufzte der Syndicus lächelnd—„heute Nacht entkomme ich ſammt dem Staatsſchifflein einer politiſchen Verſchwörung, um heute am Tage einer Verſchwörung im eigenen Hauſe zu erliegen. Nun denn, ſo mag es ſein: ich gebe meinen Segen zu Eurer Liebe!.. Der Se⸗ gen der Kirche aber und die Weihe der Ehe die bleiben verſchoben, bis ſich das Schickſal Straßburgs, unſerer guten Vaterſtadt, entſchieden hat. Jetzt gilt es nicht lieben und tändeln und feiern,. jetzt iſt die Zeit des Wachens und Kämpfens. Mit dem Tage, der uns wieder entſchieden frei macht.. ſeit Ihr, meine Kinder, Mann und Weib!“
Welch' ein Jubel aber erfüllte jetzt das Haus des Syndicus. Alles war Freude, Glück und Se⸗ ligkeit.
Hugo ſchied erſt mit dem Abend. Alma beglei⸗ tete ihn herab. Ehe ſie aber die Thüre öffnete, ſag⸗ ten ſie ſich noch einmal Lebewohl.
Wie von Genien in leichten Schlummer geſungen, lag das reizende Köpfchen Alma's auf Hugo's Schul⸗ ter. Süßer Friede lächelte aus ihm und ſchlug ſein ätheriſches Auge nach dem theuren Jünglinge auf


