Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
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Vielleicht hatte ſie auch ſo geſprochen.

Auch Wenck machte ein Geſicht auf dem die Worte ſtanden:

Immerzu, alter Herr, wer weiß wozu's gut iſt!

Und Alma?

Nun, Alma, die Liebliche, war aufgeſprungen, hatte ſich dem Vater zu Füßen geworfen, umklam⸗ merte ſeine Knie und ſchaute ihm jetzt mit ſo ſelig ſtrahlenden und doch zugleich ſo innig flehenden Blicken an, daß es dem alten Herrn ſo wunderlich zu Muthe ward... ſo wunderlich... wie da⸗ mals, als er ſeiner Hedwig zum erſtenmale tief, tief in die Augen geſchaut.

Hugo aber ergriff jetzt noch einmal das Wort. Ruhig und einfach ſchilderte er, wie er Alma von Kind auf liebe;... wie ihn das Zerwürfniß der beiden Familien ſo unglücklich gemacht, er aber doch ſeiner Herzensneigung treu geblieben;... wie er, von der Nothwendigkeit gezwungen, vor ſeiner Flucht Alma geſprochen;... wie ſich beide damals treue Liebe gelobt... und wie er endlich heute, ſeinen väterlichen Freund und Schützer nicht habe über⸗ raſchen und überrumpeln wollen, ſondern die Er⸗

klärung ſo ganz zufällig gekommen ſei.

Und wie er ſo ſprach, wurde ſeine Rede immer