Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
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würdiger Mann, der Sie ſich meiner ſchon in der Kindheit und jetzt wieder ſo väterlich wohlwollend angenommen, eine Bitte vorzulegen;... aber, Herr Syndicus, es iſt nicht ein kleines ſcherzhaftes An⸗ liegen, wie Sie vielleicht im Augenblicke denken,.. ſondern eine ernſte vielbedeutende Bitte, an deren Gewährung das Glück meines Lebens hängt. Mit einem Wort, mein väterlicher Freund und hier ſtreckte Hugo dem alten Herrn die Hand hin machen Sie mich zum glücklichſten der Men⸗ ſchen, machen Sie mich zu Ihrem Sohne geben Sie mir die Hand ihrer Tochter, meiner theu⸗ ren, meiner innig geliebten Alma!

Syndicus Frantz war wie vom Donner gerührt. Eher hätte er ſich wohl des Himmels Einſturz er⸗ wartet, als dieſe Bitte. Es war ihm in der That unmöglich, ſich gleich zu faſſen. Was ihn den

ſonſt ſo ruhigen Mann aber noch mehr ver⸗ wirrte, war die eigenthümliche Haltung ſeiner Um⸗ gebung.

Mutter Hedwig ſchien gar nicht überraſcht, ſondern lächelte den Gatten, ſo ſtill vergnügt, ſo ruhig und zuverſichtlich an, als wolle ſie ſagen: Geh', Alter, willige ein; ſie lieben ſich ja ſo innig, die beiden guten Menſchen,.. das fehlt uns ja gerade noch an unſerem häuslichen Glück!