Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
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uns Alte trennt, auf den Sohn meines Gegners übertragen.

Und mit dieſen Worten dem jungen Zedlitz die Hand reichend, fügte er hinzu:

Sei mir willkommen, Hugo; ich war Dein väterlicher Freund, als Du noch ein Kind warſt, und die leidige Politik mich noch nicht von Deinem Vater trennte. Nimm mich auch jetzt wieder zu Dei⸗ nem väterlichen Freunde an, und betrachte mein Haus wie das Deines Vaters. Und nun, ihr Bei⸗ den! rief er zu Mutter und Tochter gewandt, die Beide noch immer vor freudiger Ueberraſchung ſprachlos daſtanden,begrüßt auch Ihr den alten und doch neuen Freund unſeres Hauſes!

Und wahrlich, Mutter und Tochter ließen ſich dies nicht zweimal ſagen, nur war Alma von dem Allem ſo verwirrt, daß ſie in der That kein ver⸗ ſtändiges Wort heraus bringen konnte.

Hugo's edle, männliche Seele ſchwamm in Glück und Freude. Herz und Mund ſtrömten in Dank und Liebe über.

Aber wer iſt der zweite Gaſt? frug jetzt Mutter Hedwig.

Wer? rief der SyndicusDerjenige, dem nach Hugo die Ehre des Tages gebührt: unſer alter würdiger Meiſter Wenck!